Frauen- oder Kindltragen

In einigen Regionen wird das Frauen- oder Kindltragen, ein weiterer christlicher Adventbrauch, vom 01. Bis 24. Dezember durchgeführt.

Beim Frauentragen wird das Bildnis oder die Statue der „in der Hoffnung“ befindlichen Muttergottes von Haus zu Haus getragen und bekommt eine Herberge für einen Tag. Findet sich für den folgenden Tag keine Bleibe, kann Maria auch für mehrere Tage im gleichen Haus bleiben.

Ähnlich wie das Frauentragen wird das Kindltragen durchgeführt. Ein Fatschnkindl wird von Haus zu Haus getragen und soll an die Hl. Nacht erinnern.

 

In Eichstätt ist seit etlichen Jahren das Krippentragen üblich, ähnlich wie das Frauen- oder Kindltragen. Eine Kastenkrippe wird von Familie zu Familie getragen, es ist eine Ehre, dabei zu sein.

 

Das Kindlwiegen ist, ebenso wie das Ingolstädter Pfeiffturmblasen, bis auf 1475 zurückzuführen. Ebenso wie die Nonnen des Gnadenthal-Klosters das Fatschnkindl mit einer Andacht in der Moritzkirche verehren, wird beim Frauen- und Kindltragen in der Familie eine kurze Andacht gehalten.