„Friedenslied“

von Helmut Zöpfl 

 

Friedn, ham d´Engel gsunga, soll werden,

Friedn, hams gsunga, den Menschen auf Erden.

Gsunga ham ses, de Engel, und net

a Ansprach ghaltn oder a Red.

Und vielleicht waar as Liad und d´Musi, denkts nach,

fürn Friedn de oanzig richtige Sprach.

Mit Musik, da konn ma Freude verkündn,

de Menschen, de Rassn und Völker verbindn.

Wia waars, wenn ma öfters drüber nachdaachtn

Und a bißl mehr Musi ins Leben neibraachten,

wenn ma statt Kriagsinstrumente und Waffn

uns liaber Musikinstrumente oschaffn?

Auf unserer Welt lassat besser se wohnen

Mit Kanonsinga, statt mit Kanonen.

Mit Geign und Flötn, mit Chören, Motettn

Anstatt mit Panzer oder Raketn.

Anstatt zu de Schwerter, de spitzign, scharfn

Waars gscheiter, ma greifat öfter in d´Harfn.

Und wenns um a „Kontra“ wirklich mal gaang,

na daad´s doch a Kontrabaß aa scho lang.

Fürs schlagn daads a Schlagzeug und a Hackbrett fürs Hacka.

Wenn ma also des Ganze musisch opacka,

daad koa Angst und koa Schreckn de Leut net erschüttern,

denn vorm Zitherspuin braucht neamad net zittern.

Schee waars also, wenn des d´Politiker wüßtn,

statt mit Waffn mit Noten de Völker ausrüstn…

doch werd i bei dene, wo über Raketn

entscheidn, durchfalln mit Pauken und Trompeten,

weil de mei Friedensliad net begreifn

und aufs Musimacha und Singa…..bloß pfeifn.