Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Es ist die Zeit, in der die Kinder gerne den alten Geschichten und Märchen lauschen. Wie oft werden die Großeltern von den Enkeln „gebaunzt“, doch von früher zu erzählen, wie „Damals“ Weihnachten gefeiert wurde. Wie bescheidener man doch war, wie die Kinder noch mit weniger zufrieden waren. Bekam man einen Kaufladen, so durfte man nur an den Weihnachtstagen damit spielen, danach wurde dieser wieder sorgfältig verpackt und fürs nächste Weihnachten aufbewahrt. Schon ein neues Kleid für die geliebte Puppe war ein Schatz, den man besonders pflegte.

 

Und Plätzchengeruch wird nun in der ganzen Wohnung wahrgenommen und heute wieder öfter der Duft nach Bratapfel, der ins Rohr gelegt wird.

 

Der Bratapfel

von Emily Koegel

 

Kinder, kommt und ratet,

was im Ofen bratet!

Hört, wie`s knallt und zischt.

Bald wird er aufgetischt,

der Zipfel, der Zapfel,

der Kipfel, der Kapfel,

der gelb-rote Apfel.

 

Kinder, lauft schneller,

holt einen Teller,

holt eine Gabel!

Sperrt auf den Schnabel

Für den Zipfel, den Zapfel,

den Kipfel, den Kapfel,

den goldbraunen Apfel.

 

Sie pusten und prusten,

sie gucken und schlucken,

sie schnalzen und schmecken,

sie lecken und schlecken

den Zipfel, den Zapfel,

den Kipfel, den Kapfel,

den knusprigen Apfel.