Sachgebiet Mundart:

Was ist Mundart,was heißt Dialekt?
Das Wort Dialekt stammt aus dem Griechischen; dort bezeichnet es die regionaltypische Ausprägung einer Sprache in einer bestimmten Landschaft. Dialekt/Mundart ist die an einen bestimmten Landschaftsraum gebundene Redeweise, derer sich viele Menschen vor allem im persönlichen, alltäglichen Bereich bedienen. Sie wird vom Einzelnen in der Regel als erste Sprache, sozusagen als „Muttersprache“ erlernt.
Die bairische Sprache, ist über Jahrhunderte gewachsen und beliebt. Sie schafft Heimatgefühl und innere Identität zum Bayernland. Bairisch ist eine vorallem mündlich gebrauchte Sprache. Rechtschreibung und Grammatik existieren nicht!
Es ist keine minderwertige Variante der Sprache, sondern ein vollwertiges Sprachsystem und das alle Anforderungen einer Sprache erfüllt, während das Neuhochdeutsche mehr Schrift als gesprochene Sprache ist.
Die Mundart geht jedoch schon seit Jahren zurück. In der Schule lernten die letzten Schülergenerationen, dass man mit Hochdeutsch besser lesen und schreiben kann, dass der Dialekt schlecht für die Sprachentwicklung ist. Gott sei Dank hat man mittlerweile festgestellt und belegt, dass Mundartsprecher hirnaktiver sind, dass diese sogar leichter Sprachen lernen, dass die Kinder und Jugendlichen über mehr Sprachkometenz verfügen.
Nachweislich ist Bayern, im Schulleistungsvergleich der bundesdeutschen Länder, in den untersuchten Bereichen Deutsch und Englisch deutlich über dem deutschen Mittelwert und belegt im innerdeutschen Vergleich jeweils den Spitzenplatz.
Mittlerweile heißt es, die Bairische Sprache ist eine aussterbende Sprache
Man hat erkannt, dass der Rückgang des Mundartgebrauchs in Bayern gestoppt werden müsse.

In der bay. Verfassung heißt es im Artikel 131:
Die Schüler sind in der Liebe zur bayerischen Heimat zu erziehen, dies ist nicht als romantische Hingabe an Bayern zu verstehen, sondern als Auftrag, Schülern kulturelle Entwicklung historisches Wissen über Bayern zu vermitteln. Sprache und Mundart seien hier unabdingbar.
Gott sei dank gibt es auch wieder Lehrer, die den Kindern die Möglichkeit geben, ihren Dialekt zu sprechen und diesen nicht verbieten.

Im Donaugau Trachtenverband, der in fünf Regierungsbezirke greift, sind genau so viele Dialekte beheimatet: Oberbayrisch, schwäbisch, niederbayrisch, oberpflälzisch und fränkisch.
In allen Regionen gibt es zahlreiche „Heimatbücherl“ mit Gedichten in Mundart.