Zwetschgenmandl

Zwetschgenmandl sind neben dem Nürnberger Christkindl und den Lebkuchen ein weiteres Markenzeichen des Nürnberger Christkindlmarktes. Zu hunderten kann man sie in den Marktständen bewundern und natürlich kaufen. Es sind ganz verschiedene Figuren:

Bauer, Bäuerin, Koch, Kaminkehrer … und vieles mehr.

 

Die Zwetschgenmandl werden hauptsächlich aus Naturmaterialien hergestellt und freuen sich allgemeiner Beliebtheit. Mit ein bisschen Geschick kann man sie selbst herstellen.

Ich brauche für 1 Mandl:  

18 – 22 getrocknete Zwetschgen,

1 Walnuss als Kopf,

Blumendraht – 3 Stück je ca. 25 cm lang,

10 x 7 cm großes Stück Holz oder dicke Pappe als Bodenplatte,

Buntpapier, Stoffreste, Klebstoff, Flachzange

So wird’s gemacht:

  • Die Walnuss vorsichtig halbieren und aushöhlen. Die Schalenhälften zusammen mit 2 Drahtenden wieder zusammenkleben.
  • Die anderen 2 Drahtenden werden durch eine Zwetschge geschoben und schon ist der Hals fertig.
  • Den dritten Draht sticht man von rechts nach links zur Mitte durch die Halszwetschge. Auf beiden Seiten schieben wir 3 – 4 Zwetschgen und biegen die Drahtenden dann um, das sind die Arme.
  • Jetzt kommt der Rumpf dran: Er besteht aus 3 größeren, dicht aneinander geschobenen Zwetschgen. Die beiden Drähte werden auseinandergebogen und darauf werden 3 Zwetschgen gesteckt. Das sind die Beine.
  • Auf die gebogenen Drahtenden schieben wir je 1 dicke Zwetschge, das sind die Schuhe.
  • Die beiden Drahtenden werden durch die angemalte oder geklebte Bodenplatte gesteckt und auf der Rückseite der Platte umgebogen – das Männlein ist fertig.

Jetzt sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Das Zwetschgenmandl wird angezogen – entweder als Schornsteinfeger, Kerzenengel, Nikolaus, Weihnachtsmann mit Wattebart, Hexe, Blumenfrau …

Viel Spaß dabei!

 

Übrigens, der Trachtenverein Mainburg fertigt jedes Jahr wunderschöne Zwetschgenmandl zum Verkaufen. Da gibt’s dann Mandl in der Holledauer Tracht.