Die Adventzeit war im Ursprung eine Fastenzeit, die sechs Wochen dauerte. Diese wurde im Laufe der Zeit auf vier Wochen verkürzt. Es sollen Lustbarkeiten, wie Tänze und Feiern eingestellt werden. Man soll sich auf die Geburt Jesu vorbereiten.

Diese Fastenzeit wird durch Heiligengedenktage unterbrochen.

Die ersten Hutzelbrote, Lebkuchen, Stollen und Plätzchen werden gebacken, die Weihnachtsbäckerei beginnt.

 

Das Früchte- oder Hutzelbrot wir zum Kleingebäck gerechnet. Man reicht es stets zusammen mit anderem Weihnachtsgebäck in kleinen Stücken oder Scheiben auf bunten Tellern.

 

Rezept: Nürnberger Früchtebrot

 

Zutaten: 500 g Mehl, 20 g Hefe, 130 g Zucker, Salz, 175 g Sultaninen oder Rosinen, 100 g Haselnüsse, 50 g Weinbeeren, 50 g Orangeat, 50 g Zitronat, Dörrfrüchte: Je 250 g Feigen Zwetschgen, Aprikosen und Birnen, 1 gestrichener EL Zimt, 1/8 l Zwetschgenwasser.

Backzeit: 50 – 60 Minuten

Zubereitung: Die Dörrfrüchte weicht man am besten über Nacht in Wasser ein. Nun trocknet man das Obst gut und schneidet es in kleine Stückchen. Aus Obstbrühe, Nelken und Zwetschgenwasser wird jetzt der Hefeteig zubereitet. Da hinein werden die zerkleinerten Früchte, die Rosinen und Weinbeeren, die gehackten Haselnüsse sowie das gehackte Zitronat und Orangeat verarbeitet.

Wenn sich der Teig dann schön geschmeidig anfühlt und nicht zu fest ist, formt man daraus kleine Kipfchen oder Laibchen. Diese werden auf ein Backbrett gegeben und über Nacht in einem warmen Raum gut gehengelassen. Am folgenden Morgen backt man die Früchtebrote bei nicht allzu starker Hitze und bestreicht sie – hoch heiß, mit Glasur.