Nach 10 Wochen Volkstanzabstinenz endlich wieder das Tanzbein schwingen, Gleichgesinnte treffen (zumindest sehen und hören) und allen Veranstaltungsabsagen zum Trotz, wagten wir im Hause Straus das Experiment.

Voller Vorfreude fing dieser Sonntag motiviert an, doch dann die alten Sorgen. „Welches Dirndl ziehe ich an? Ist eine Bluse gebügelt?“. Außerdem musste im Wohnzimmer eine große Tanzfläche geschaffen werden. Die benötigte App für das Tablet wurde schnell heruntergeladen und ausprobiert, dass dann um 19.00 Uhr nichts schiefgehen kann. Meinen lieben Ehemann konnte ich leider nicht zum Mittanzen motivieren, aber vielleicht beim nächsten Mal.

Und dann is soweit! Barbara und ich sind startklar. Aber wir können die anderen Teilnehmer im Tablet nicht hören. Hektik macht sich breit und Theresa muss nochmal die ganze Technik überprüfen. Wir schauen in die fragendenden und erwartungsvollen Gesichter der Anderen, scheinbar haben diese auch ein paar Schwierigkeiten mit der modernen Technik.

Doch endlich, wir hören eine Steirische und einen Kontrabass und vertraute Melodien.

Wir tanzen Zwiefache, Kuckuckspolka, D’schö Marie, Niederbayerischer Landler und schauen uns und den Anderen dabei im Fernseher zu. Ein komisches Gefühl sich ständig selbst zu sehen, aber das kann man ja alles einstellen. Man darf halt nur keine Scheu vor modernen Medien haben.

So verbrachten wir alle Vier eine lustige tänzerische Stunde vor dem Fernseher.

Fazit: Kein Vergleich zu einem reellen Volkstanzabend, aber a große Gaudi in Zeiten von Corona. Vielen Dank den Organisatoren vom Arbeitskreis Zukunft Volkstanz, welche eine Wiederholung am nächsten Sonntag in Aussicht gestellt haben. www.boarisch-tanzen.de

Eine neue Erfahrung – Corona sei Dank!           Eure Gauvolkstanzpflegerin Franziska Straus